Featured 29″ Bike: Niner Jet R.D.O Carbon

Race Day Optimized – RDO


Als Niner im Herbst 2011 das Jet RDO vorgestellt hat, war ein kleiner “Star” geboren. Die Presse und Internetmedien waren blitzartig voll von Detailberichten, ersten Test-Erfahrungen und “Vorhersagen” was, wie, wann, wo dieses Bike denn alles so kann.

Wir möchten nun nach 2 ersten Customized-Aufbauten und eigenen Erfahrungen, dieses Bike featuren da es wirklich einiges berichtenswertes bietet.



Hier ein “Race” Aufbau in Rahmengröße XL mit beachtlichen NUR 10,7Kg.

Kurz zu den Eckdaten des RDO’s:

  • 100mm CVA Federweg am Hinterbau mit spezieller Version des Fox RP23 Dämpfers (high volume)
  • Voll Carbon Rahmen der in “L” 2,42 Kg inkl. Dämpfer wiegt
  • Recht steiler Sitz und Lenkwinkel mit längeren Oberrohr und kurzem Steuerrohr was eben zur RaceDayOptimized Geometrie führt
  • 100/120mm Gabel an der Front
  • Im Rahmen integrierte Schaltzug Führung
  • Pressfit 30 Tretlager
  • SRAM direct mount Umwerfermontage
  • 135mm QR Hinterradaufnahme
  • Postmount Sockel im Carbon Rahmen für die hintere Scheibenbremse

Unsere Erfahrungen (Technik):


  • Das Niner Jet RDO ist kein standard easy-cheesy Bike im Aufbau und man muss im Vorfeld sehr genau die richtigen Parts bestellen. Weiterverwenden von bestehenden Teilen, ist nur recht bedingt möglich. PressFit 30 z.B: ist ein SRAM Standard wo im Tretlagergehäuse des Rahmens kein Gewinde mehr eingeschnitten ist, sondern der neue 30mm Achsstandard (24mm beim “normalen” BSA) in eingepressten Lagergehäusen geführt wird. Neben Spezialwerkzeug muss man auch die Kurbel mit der richtigen Kettenlinie bestellen, da es sonst im Zusammenspiel mit dem unverrückbar montierten Umwerfer, zu Schaltschwierigkeiten kommt.
  • Die innen verlegten Schaltzüge sind optisch ein Hammer wollen aber sehr gewissenhaft montiert werden. Ohne dem Tech-Video von Niner verbringt man leicht ein paar Extra-Stunden beim Einbau der Züge.
  • Der steile Lenkwinkel und das kurze Oberrohr bringen die Front recht weit nach unten bzw. den Lenker recht schnell über die Vorderradachse. Wir haben daher  AngleSets von CaneCreek verbaut und den Lenkwinkel um 1-1.5Grad abgeflacht. Das Bike ist allerdings super agil und wendig. Eine Vorbaulänge >90mm würden wir nicht empfehlen
  • Der Carbon-Rahmen ist sehr voluminös und damit dünnwandig gefertigt. Mechanisch ist er  aber super stabil, was man beim Teile einpressen merkt.
  • Der spezielle FOX Dämpfer mit Kashima Coating und der großen Luftkammer, ist super linear und in der Kennlinie sehr flach. Unserer Meinung nach zu flach. Der Hinterbau macht viel und schönen Hub, fährt sich super sanft, “rasselt” aber auch schnell durch den gesamten Federweg. Wie schon beim RIP und WFO haben wir mit der RockShox Charakteristik bessere Erfahrungen gemacht und werden daher für Jet RDO’s den Monarch RT3 mit einem Mid-Tuning empfehlen.

Unsere Erfahrungen im Gelände:


So richtig ausgiebige Touren und Tests stehen noch aus. Der Benchmark ist aber sicherlich das Santa Cruz Tallboy Carbon (beides 100mm Bikes) welches mit seiner einzigartigen Geometrie das bisher vielseitigste Bike am Markt ist, dass wir kennen.

Schon wenn man sich auf das Niner Jet RDO setzt, spürt man das Potenzial. Das RDO ist  definitiv NICHT NUR Race-Day-Optimized. Als Marathon Waffe aufgebaut, sicherlich eines der BESTEN Bikes am heutigen Markt, macht es aber auf engen und verblockten Abfahrten (durch seine sehr definierte “Mitte” spielerisch manövrierbar) ebenso Spass wie beim “heizen” durch den Wald oder auf Single-Trails (wenn man den Lenkwinkel flacher baut)

Es soll ein Trail-Bike sein… kein Problem. Oder ein AlpenCross Tourer… oder vielleicht sogar ein Allmountain Bike mit 140mm Fox 34 an der Front?!…. kein Problem. Das war für uns sicher eine der ersten Überraschungen.

Das Jet RDO und das Tallboy Carbon sind 2 recht ebenbürdige Gegner und im Vergleich zur grossen “Stangenwarengemeinschaft” eine Liga für sich und jeden Euro wert!


!!! TESTBIKE ab Ende Februar 2012 verfügbar !!!


Hier noch ein Trail-Bike Aufbau mit versenkbarer Sattelstütze, fetten Bremsen (the CLEG 4) und allgemein robusteren Komponenten.


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