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Slowenien erfahren - 7 Tage mit dem Bike auf Erkundungs-Rundreise im Nachbarland


Die klassischen MTBike Länder/Regionen/Gebiete wie Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Frankreich sind schon recht gut beschrieben, aufgeschlossen & organisiert.


Hier einmal ein vielleicht etwas überraschender Tour-Tipp:


Slowenien

Dem Radfahrer bietet Slowenien ideale Voraussetzungen:


Der kürzeste Weg von West nach Ost misst rund 250, jener von Nord nach Süd nur 150 Kilometer. Adria-Küste, der Nationalpark Triglav mit seinem Hochgebirge, Thermenregionen, Weinbaugebiete und lebendige Kleinstädte mit viel Kultur - alles nur wenige Fahrrad-Stunden voneinander entfernt auf einer Gesamtfläche von gerade mal 20.000 km².


"Abwechslungsreich" ist hier keine Phrase der Tourismus-Werber, sondern die Wirklichkeit. In den vergangenen fünf Jahren wurde das nationale Radwegenetz professionell ausgebaut und beschildert. (Vernetzung und Kartenmaterial hinken aber qualitativ ein wenig nach)


Die Tour:

Wenige Kilometer nach der österreichischen Grenze beginnt unsere Slowenien-Woche in Marburg, einer mittelalterlichen Stadt an der Drau - ein guter Startort für die Tour mit dem Mountainbike.


Das Hotel "Habakuk" am Rande der Stadt eignet sich als Ausgangspunkt für Erkundungen im Pohorje Gebiet. Die vom Damen-Skiweltcup bekannte Gegend bietet im sogenannten Adrenalinpark Herausforderungen der speziellen Art.


Tandem Paragliding, Sommerrodeln, ein Hochseilgarten und die Mountainbike Downhill-Strecke, auf der es 520 Meter Höhendifferenz so schnell wie möglich zu bewältigen gilt.


Ein entsprechendes Fully und die dementsprechende Ausrüstung sind Grundbedingung. Aber auch zum "normalen" Montainbiking stehen einige Staubstrassen - so werden in örtlichen Prospekten Schotterstrassen umschrieben - zur Verfügung.


Der anstrengenden Auffahrt mit dem Rad entkommen wir per Seilbahnfahrt. Der Gebirgsgrat empfiehlt sich für einen kurzen Abstecher. Zurück im Tal freut sich der geschundene Körper auf das großzügige Angebot im Wellness- und Badebereich des Hotels.


Entlang der Bernsteinstrasse abseits der Autobahn zwischen Maribor und Ljubljana machen wir auch einen Halt in Zrece. Hier am südlichen Ausläufer des Pohorje Gebirges treffen Genussradler in der weitläufigen Therme den ein oder anderen Promi-Sportler.


Die slowenische Handball- genauso wie die Volleyballmannschaft verbringen hier ihre Trainingstage. Hotelmanager Damijan Merc verkündet stolz, dass sich sogar die Fußballmannschaft von Panathinaikos Athen angesagt hat - mit dem ein oder anderen frischgebackenen Europameister aus Griechenland.



Unser nächstes Etappenziel ist Ljubljana. Pulsierende Metropole am Fluss Ljubljanica, an dessen Promenade sich in den letzten Jahren eine Bar, Beisl und Restaurantszene entwickelt hat, die das Herz jedes Nachtschwärmers höher schlagen lässt.


Um fit in diese nächtliche Runde einzusteigen machen wir nur eine gemütliche Sightseeing Tour mit dem Bike. Übrigens - hier kann das eigene Rad in der Garage bleiben - der Tourismusverband Ljubljana bietet diese Touren mit Leihrädern an.


Unser Guide Anna führt uns in zwei Stunden zu allen wichtigen Kulturdenkmälern - das gut ausgebaute Radwegenetz in der slowenischen Hauptstadt machts möglich.


Das Grand Hotel "Union" am Beginn der Fußgängerzone ist ein idealer Ausgangspunkt fürs Abend-Programm. Viele kleine Restaurants bieten köstlichen und preiswerten Fisch. Auch die Weine sind gut sortiert, dennoch überzeugt uns der überall angebotene Hauswein.

Anna legt uns einen Besuch des Gemüse-, Obst-, Fisch und Käsemarkt ans Herz. Mit verschiedensten Düften in der Nase steigen wir auf unsere Bikes und fahren rund 20 Kilometer nach Kamnik, ein Kleinod am Fuße der Steiner Alpen.


Zurück in Ljubljana erfahren wir noch den Hausberg mit der Burg Ljubljanski, weil sie einen herrlichen Blick über die Altstadt bietet.


Nach dem Frühstück gehts weiter in Richtung Küste nach Portoroz. Dafür nehmen wir die Autobahn und packen die Räder aufs Dach. Der Abstecher nach Postojna für eine Grottenbahn-Tour durch das zweitlängste Höhlensystem der Welt ist Pflicht.



Die letzten Kilometer nach Portoroz sind mühsam, mit den Rädern hätten wir uns am DauerStau vorbei mogeln können. Der Blick vom Zimmer im Hotel "Morje" aufs Meer versöhnt uns wieder.


Schnell ins Raddress, Badehose und Handtuch in den Rucksack, Termine für die Wai Tai Massage reservieren (wie sich später herausstellen wird, ein Höchstgenuss) und auf in den benachbarten Fischerort Piran, um die letzten Sonnenstunden beim Abendessen direkt am Meer zu genießen.


Zurück führt eine alternative Route über Fiesa. Die beiden nächsten Tage sind geprägt von leichten Radtouren nach Isola, Koper und in das Landesinnere, immer wieder durch Weinberge auf den schon bekannten "Staubstrassen". Die Küstenorte lassen sich auch mit Passagierschiffen gut verbinden, weil sie Räder problemlos mitnehmen.

Wir wollen als abschließenden Höhepunkt noch ins Landesinnere in den alpinen Ort Bled fahren. Nur wenige Kilometer abseits der Autobahn nach Villach eröffnet sich eine eigenen Welt. Malerisch am See gelegen die imposante Burg, die älteste Sloweniens, und die Insel mit Kirche inmitten des Bleder Sees.


Nach dem Einchecken im Hotel "Kompas" gehen wir mit den Bikes auf Erkundungstour, immer den See im Blickfeld vorbei am hübschen Strandbad. Den nächsten Tag nutzen wir für einen Ausflug mit dem Rad nach Bohinj. Das Bohinj-Tal ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderungen im Triglav Nationalpark genauso wie für Mountainbike-Touren.


Unsere Woche klingt im Restaurant der Vila Preseren mit Fisch-Spezialitäten aus dem Bleder See aus.


Wir sind uns einig: Die Freundlichkeit der Bevölkerung, das hervorragende Preis/Leistungsverhältnis in der Gastronomie, Sauberkeit und die intakte Landschaft speziell für "Bergradler" - das alles spricht für Slowenien.


Conclusio

Mit dem Auto waren wir rund 450 Kilometer auf gut ausgebauten Autobahnen und Strassen unterwegs, etwa dieselbe Distanz haben wir in die Pedale getreten.


Nächstes Mal organisieren wir uns genaues Kartenmaterial und sehen uns den "Rest" an - eine Woche reicht für die komplette Erkundung Sloweniens per Fahrrad doch nicht ganz ....


INFOS:

Slowenisches Tourismusbüro, Opernring 1, 1010 Wien.


Tel.: +43-1-7154010.


Email: info@slovenia-tourism.at oder www.slovenia-tourism.si

Special Thx für diesen Beitrag an Robert Herzog aus Bad Ischl.



Status

Online Bike-Shop





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